
Nachdem der Streit zwischen den Unternehmen Apple und Samsung immer bizarrere Formen annimmt, wurde nun bekannt, dass Apple verfälschte Bilder des Samsung Galaxy S Smartphones dem Gericht vorlag, um zu beweisen, dass das südkoreanische Unternehmen das iPhone 3G als Vorlage für das Handy nahm und dies somit nur kopierte. Seltsam ist allerdings, dass der Konzern aus Cupertino innerhalb weniger Tage auf die gleiche Art und Weise versucht das Gericht mit gefaketen Bildern zu überzeugen.
War es noch noch vor einigen Tagen das Galaxy Tab 10.1, das „auf Vordermann gebracht wurde“ muss nun auch noch das Samsung Smartphone als vermeintliche Kopie herhalten und beide Male wurden die Fotos professionell bearbeitet. Auf diesen waren die Gadgets kleiner als tatsächlich und dies nur um die Größenverhältnisse der beiden Geräte („Original und Fälschung“ gleich groß aussehen zu lassen). Auf diversen Foren und Tech Blogs spricht man bereits vom Photoshop-Desaster und Apple tut sich mit diesem Vorgehen sicherlich keinen Gefallen, denn auch die Apple Fangemeinde ist „not amused“.
Schaut man etwas näher hin, so wird klar warum der iPhone Hersteller seinen Konkurrenten verbieten möchte seine Produkte zu vertreiben. Das Galaxy S2 ist nicht nur Handy Testsieger, sondern auch (noch) günstiger als das aktuelle iPhone 4 und schon mit dem Modell S zeigte Samsung wohin die Reise gehen soll. Ein Jahr später kam das Galaxy Tab 10.1 auf den Markt und fast alle Fachleute sind sich sicher, dass derzeit das Tablet PC von Samsung das einzig konkurrenzfähige zum iPad ist. Apple scheint nun tatsächlich einen ernstzunehmenden Widersacher gefunden zu haben, den es gilt „auszuschalten“.
Ob das Gericht den Koreanern ein Verkaufsverbot auferlegt ist noch offen doch Fakt ist, dass Apple zurzeit wohl die Argumente ausgehen und deshalb zu allen Mitteln greift.