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1600 Euro Rechnung wegen Nutzung mobilen Internets – Kläger bekommt Recht!

In den letzten Wochen kam immer wieder ein Thema im Netz auf, was uns alle irgendwie betrifft. Denn ein normaler Verbraucher bekam aufgrund von mobiler Datennutzung und aufgrund des verbrauchten Volumens eine richtig dicke Handy-Rechnung, diese betrug ca. 1600 Euro! Natürlich wollte der betroffenen Mobilfunk-Provider die Rechnung durchsetzen inklusive einer vorzeitigen Kündigung des Vertrages sowie Schadensersatz!

Doch es kam anders, das Landgericht Arnsberg entschied für den Verbraucher und die Begründung ist einfach. Zwar ist das Abrechnen von verbrauchten Volumen zulässig, doch bot diese und letztendlich der Einzelverbindungsnachweis nicht genügend Transparenz für den Kunden. Das kann unter anderem ich bestätigen, auf meiner Rechnung kann ich lediglich sehen zu welchem Tag und welcher Zeit, wie viel Datenvolumen verbraucht wurde, nicht aber aufgrund welcher Vorgänge hier die Datenverbindung genutzt wurde.

Der Provider konnte demzufolge nicht nachweisen, wie im gesamten eine derartige Rechnung zu Stande kommt. Insgesamt wurden dem Provider 3,83 Euro zugesprochen, diese konnte er auch immerhin zufriedenstellend dem Gericht nachweisen.

via tutsi

Internet per Handy erobert den Massenmarkt

Die Internetnutzung mit dem Handy ist in der breiten Bevölkerung angekommen. Aktuell nutzen 10 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig Internetfunktionen mit ihrem Mobiltelefon. Das entspricht 17 Prozent aller Handy-Besitzer. Rund 8 Millionen rufen Webseiten auf (13 Prozent der Handy-Besitzer), 4 Millionen schreiben E-Mails (7 Prozent) und ebenfalls 4 Millionen nutzen so genannte Apps (7 Prozent). Apps sind Anwendungen, die speziell für das jeweilige Handy entwickelt und optimiert werden.

Das hat eine repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM ergeben. Bei der Befragung unter 1.000 Personen ab 14 Jahren waren Mehrfachnennungen möglich. „Die mobile Internetnutzung hat den Durchbruch im Massenmarkt geschafft“, sagte BITKOM-Präsidiumsmitglied René Schuster. Den entscheidenden Schub habe die steigende Verbreitung von Smartphones gebracht. Die Geräte funktionieren wie ein Computer und verfügen über einen größeren, in der Regel berührungsempfindlichen Bildschirm, der den Internetzugriff erleichtert. Nach BITKOM-Prognosen werden im laufenden Jahr rund 8 Millionen Smartphones in Deutschland verkauft. Das entspricht einem Drittel des gesamten Handy-Absatzes im Jahr 2010.

Besonders beliebt ist das mobile Internet bei den Jüngeren. Ein Viertel der 14- bis 29-jährigen Handy-Besitzer nutzt mobile Internetfunktionen: 24 Prozent der Jüngeren rufen Webseiten auf, 14 Prozent schreiben E-Mails und 13 Prozent nutzen Apps (kurz für application). Die Anwendungen der Apps sind nahezu unerschöpflich und reichen von Navigation über Nachrichten und Wetter bis zu Fahrplan- und Übersetzungsdiensten.

Derzeit existieren nach BITKOM-Schätzung weltweit rund 400.000 Apps für die unterschiedlichsten Zwecke. “Die Nutzer können die gewünschten Apps aus einem virtuellen Marktplatz direkt auf das eigene Smartphone laden” sagte Schuster.

Betrieben werden die Marktplätze von den Smartphone-Herstellern. Der weitaus größte Teil der mobilen Anwendungen steht den Nutzern dabei kostenlos zur Verfügung.

Interessante Fakten:

  • 10 Millionen Handy-Besitzer nutzen mobile Internetfunktionen
  • 4 Millionen gebrauchen regelmäßig Apps auf ihrem Smartphone
  • Für jeden Zweck eine App: Rund 400.000 gibt es bereits weltweit